Historische Rheinische Christophorus-Fahrt Ruppichteroth-Schönenberg

 

 

 

Presseberichte 2016

Im Adler Trumpf zum Triumph... Weiter zum Bericht und Bildergalerie von broeltal.de
121 Oldtimer rollen durch die Region... Weiter zum Bericht des Generalanzeigers
Christophorusfahrt Oldtimer-Parade durch Ruppichteroth... Weiter zum Bericht des Rhein-Sieg-Anzeiger
Volksfeststimmung in Schönenberg... Weiter zum Bereicht vom Extra-Blatt

 

 

Danke!

Liebe Oldtimerfreunde, liebe Gäste,
liebe Schönenberger, Döörper und Wöngterschter,
liebe ALLE,

die 3. Historische Rheinische Christophorus-Fahrt ist vollbracht. Wir, das ehrenamtliche Lenkungsteam mit Bürgermeister Mario Loskill, sind berührt, sprachlos und voller Freude.

Wir haben gemeinsam zwei tolle Tage verbracht. Christophorus hat uns nicht im Stich gelassen, die Sonne schien im Bröltal und in unserer Heimat und sicher auch in unseren Herzen.

Freunde, Förderer und Sponsoren haben uns geholfen, einen Grundstein für unser Event zu legen. Unzählige helfende Hände unterstützten uns, es zu realisieren. Immer dann, wenn wir um Hilfe baten, dann kam sie auch. Das ist nicht selbstverständlich, das wissen wir sehr zu schätzen.

Durch sieben Gemeinden unserer Region führte uns die Ausfahrt. Die Resonanz der Oldtimerfreunde, die mitgefahren sind, ist überwältigend. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir haben eine wunderschöne Heimat mit Menschen, die offen sind und ihre Gäste willkommen heißen!

Die Historische Rheinische Christophorus-Fahrt ist hier ein wundervolles „Instrument“  neugierig auf unsere Heimat zu machen. Nicht nur auf die Landschaft, sondern auch auf die Menschen, die hier leben. Menschen, die in Vereinen, Organisationen, Institutionen Kultur, Musik, Sport und alles was dazugehört ehrenamtlich tätig sind und das so wichtige bürgerschaftliche Engagement hegen und pflegen. Junge und Alte arbeiteten Hand in Hand, Generationenkonflikte gab es hier nicht.

Natürlich wissen wir auch, dass wir nicht perfekt sind. Aber, wir haben alles gegeben, um alles möglichst sehr gut zu machen. Mit dieser Motivation freuen wir uns auf die 4. Historische Rheinische Christophorus-Fahrt im Jahr 2018.

Ein herzliches Dankeschön an alle
Ihr / Euer Lenkungsteam der Historischen Rheinischen Christophorus-Fahrt 2016

Die ersten Autos sind gestartet

Sportplatz Schönenberg

Samstag 10 Uhr: Die Fahrzeuge stehen abfahrbereit auf dem Sportplatz in Schönenberg Pünktlich startete das erste Fahrzeug bei schönem Wetter. Kurz darauf fahren die Oldtimer durch Winterscheid, gegen 13:45 Uhr soll der erste Wagen durch das Ruppichterother Oberdorf von der Burgstraße aus zur Mucher Straße rollen. Kurz nach 14 Uhr wir das Erste und gegen 16 Uhr soll das letzte Fahrzeug im Ziel eintreffen.

Medaillen gesegnet

Es ist mittlerweile bereits gute Tradition: Am Ende des Hochamtes am Pfingstsonntag segnete Pfarrer Christoph Heinzen die Christophorus-Medaillen 2016 in der Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena in Schönenberg. Die 120 Oldtimerbesitzer, die am 21. Mai zur touristischen Ausfahrt starten, bekommen diese überreicht, damit sie sie in Zukunft begleiten und auf ihren Fahrten beschützen.

Segnung

Die Medaillen zeigen ein Bildnis des Namensgebers der Veranstaltung und Schutzpatron der Autofahrer und aller Reisenden, des heiligen Christophorus. Pfarrer Heinzen, dessen Namenspatron der Heilige Christophorus ist, führte die Segnung mit besonderer Freude durch.

Waren die Medaillen 2012 in rot und 2014 in grün gestaltet, sind sie in diesem Jahr in blau gehalten, wie die Original-Medaille aus dem Jahr 1953. Während der  beiden Veranstaltungstage kann die neue Auflage am Rathaus für 25 Euro erworben werden. Es handelt sich um eine limitierte Auflage von 250 Stück.

Ausgebucht!

Die touristische Ausfahrt der Christophorus-Fahrt 2016 ist ausgebucht. Meldungen zur Ausfahrt am Samstag, 21. Mai 2016 sind nicht mehr möglich.

Eine Teilnahme an der Historischen Automobilausstellung, der Oldtimer Treckerausstellung, dem Oldtimer Motorradtreffen am Sonntag, 22. Mai 2016 ab 10.00 Uhr und der Oldtimer US-Car Ausstellung am Samstag, 21. Mai 2016 ab 14.00 Uhr ist noch möglich.

Pressekonferenz vom 4. Mai 2016

Bei Super-Christophorus-Wetter hatten wir am 4. Mai 2016 unsere Pressekonferenz an historischer Stätte: der Burgruine in Herrenbröl. Es war klasse! Danke an alle, die unsere Gäste waren und danke an Dieter Keuenhof, der uns dieses ermöglichte.

Schirmherr Otto Flimm, Ehrenpräsident des ADAC e.V., war ebenfalls angereist. Im Gepäck hatte er seinen Pokal, den er 1953 bei der Christophorus-Fahrt in Schönenberg in der 500er Klasse (Motocross) gewonnen hatte. Diesen überreichte er Bürgermeister Mario Loskill als Geschenk an die Gemeinde Ruppichteroth. "Immer wieder gerne komme ich nach Schönenberg, es ist etwas ganz Besonderes für mich", so Flimm.

Grußwort Schirmherr Otto Flimm, Ehrenpräsident des ADAC e.V.

Liebe Oldtimerfreunde,

liebe Teilnehmer der Historischen Rheinischen Christophorus-Fahrt,

zwei Jahre ist es her, dass die Historische Rheinische Christophorus-Fahrt zuletzt ausgetragen wurde – höchste Zeit also, die nächste Auflage in Angriff zu nehmen. Am 21. und 22. Mai 2016 ist es wieder so weit und ich bin mir sicher, dass auch diesmal Schönenberg bis in den letzten Winkel gefüllt sein wird mit wundervollen Fahrzeugen, Besuchern und Fans. Denn das macht die besondere Atmosphäre und den Charme dieser Veranstaltung aus: Hier ist nichts umzäunt und abgeschottet. Hier präsentieren die stolzen Besitzer ihre Schätzchen auf offener Straße, und Besucher erleben Technikgeschichte hautnah. Und hier verleihen die Organisatoren dem Geschehen eine ganz eigene und sehr herzliche, menschliche Note – dieses Event ist einmalig und ich freue mich, erneut die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Mit großem Engagement beleben die Organisatoren eine Veranstaltung mit langer Tradition. Natürlich erinnere ich mich nur zu gerne zurück an die 50er Jahre, als ich hier auf dem Motocross-Motorrad antrat und sogar gewinnen konnte. Schon damals war die Freude groß, wenn es ins Bröltal ging, denn die Atmosphäre war ebenso einmalig, wie der mit großem Einsatz präparierte Schönenberger Kurs, auf dem die Rennen ausgetragen wurden. Aber nicht nur das erklärt meine Verbundenheit zur Christophorus-Fahrt. Es ist auch das Herzblut und der Aufwand, der hier betrieben wird, um die Veranstaltung durchzuführen. Denn heute lebt die Tradition des Rennens in Form einer Oldtimerveranstaltung auf, bei der viele, viele ehrenamtlichen Helfer mit anpacken. Sie sorgen für reibungslose Abläufe ebenso wie für das leibliche Wohl. Ob es die Ausfahrt oder den Concours d’Elegance betrifft, ob die Festmeile eingerichtet wird oder das Programm auf der Bühne organisiert werden will: In allen Bereichen finden sich hier unermüdliche und einsatzfreudige Helfer. Ihnen allen gilt mein ganz besonderer Dank für den Einsatz.

Den heiligen Christophorus als Namensbestandteil der Veranstaltung zu wählen, war schon für das historische Vorbild eine tolle Idee – und bleibt es auch weiterhin. Denn dem Schutzpatron der Reisenden bin ich als ehemaliger Motorradsportler und ADAC Präsident natürlich besonders verbunden. Zudem hat die Zuwendung zu diesem Patron in unserem Club eine lange Tradition. Nicht umsonst heißen ja die Fluggeräte der ADAC Rettungshubschrauberstaffel traditionell „Christoph“ und eine der ganz besonderen Auszeichnung des Clubs ist der Ehren-Christophorus. Da ist die traditionelle Segnung der Teilnehmerfahrzeuge hier bei der Historischen Rheinischen Christophorus-Fahrt ein wichtiges Detail, das mehr ist als Folklore oder Tradition – es ist ein natürlicher Bestandteil des Events.

Ich freue mich, als Schirmherr der Historischen Rheinischen Christophorus-Fahrt einen kleinen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Ihnen allen, Teilnehmern, Besuchern und Organisatoren wünsche ich ein stimmungsvolles Wochenende und viel Spaß bei der Historischen Rheinischen Christophorus-Fahrt.

Ihr
Otto Flimm
ADAC Ehrenpräsident

Es begann im Bröltal, in Schönenberg...

Anfang der 50er Jahre wurde in Schönenberg, Amt Ruppichteroth, der Motorsportclub Schönenberg (CMS/MSC) gegründet. Ehrenamtliche bauten mit Schaufel und Spitzhacke einen Geländekurs. Dieser genoss weit über die Ortsgrenzen hinaus großes Ansehen. Noch heute erzählt man sich davon, aber nicht nur mit Wehmut.

Heute, mehr als 60 Jahre später, geht die legendäre Geschichte, die im Jahre 2012 erfolgreich ihr Debüt hatte, weiter.  2012 stand Schönenberg „Kopf“. Niemals haben wir, die Organisatoren, die Gemeinde und auch die gesamte Region erwartet, dass es uns „Grünschnäbeln in der Oldtimerszene“ gelingen würde, Menschen so zu begeistern und von altem, schnurrendem, glänzenden Blech quasi überrollt wurden.

Unter dem Dach der Gemeinde Ruppichteroth und der Federführung von Bürgermeister Mario Loskill haben sich erneut zahlreiche Ehrenamtliche und Vereine zusammengefunden, die über viele Monate hinweg auch in diesem Jahr ein zweitägiges Event auf die Beine stellen möchten.

Die „Touristische Oldtimer Ausfahrt“ mit Christophorus-Segnung, Gleichmäßigkeitsprüfungen, einem kulturellen Rahmenprogramm und Ausstellungen, welches nicht zuletzt das automobile Kulturgut in den Fokus rückt, hat einen Stammplatz im Jahreskalender der Gemeinde Ruppichteroth bekommen. Das Lenkungsteam hat beschlossen, im Zwei-Jahres-Rhythmus Oldtimerfreunde aus Nah und Fern ins Bröltal und den beschaulichen kleinen Ort Schönenberg zu holen.

Christophorus – Warum?

Woher die Historische Rheinische Christophorus-Fahrt ihren Namen hat, fragt sich mancher.

Der heilige Christophorus zählt zu den 14 Nothelfern. In der katholische Kirche werden die Nothelfer als Schutzpatrone im Gebet angerufen, man bittet sie um Hilfe und Unterstützung. In der evangelischen Kirche gelten sie allgemein als Vorbilder im Glauben.

Christophorus ist der Christusträger, meist abgebildet mit dem Jesuskind auf der Schulter, durch reißendes Wasser watend. Im christlichen Glauben ist er unter anderem Helfer gegen den unvorbereiteten Tod, Rettung aus jeglicher Gefahr, Schutzheiliger der Reisenden, gegen Epilepsie, Unwetter, Hungersnot, Gewitter und Hagelstürme, Pest, Zahnschmerzen und schlechte Träume. Zudem gilt er als Schutzpatron der Autofahrer, Bogenschützen, Seefahrer, Flößer, LKW-, Bus- und Taxifahrer, Buchbinder, Bleicher, Pförtner und der Obst- und Gemüsehändler.

In früheren Zeiten war es üblich, dass jedes Gefährt mit einer gesegneten Schutzmedaille ausgerüstet war. Heute ist es für viele nicht mehr „zeitgerecht“, allerdings – wenn man bei Fahrern nachhakt – gibt es einige, die von Vater oder Mutter, Grossvater oder -mutter solch eine Schutzmedaille bekommen haben, die sie bei sich tragen.

In den 50er Jahren, als die Idee der Christophorus-Fahrt in Schönenberg geboren wurde und damit auch die Christophorus-Segnung der Fahrzeuge, kannte jeder diesen Schutzheiligen. Es war also nicht ungewöhnlich bei ihm Schutz für Fahrten zu erbitten und sein Gefährt segnen zu lassen.

Flotte LutterIm Mai 1953 organisierte der MSC Schönenberg die 1. Rheinische Christophorus-Fahrt mit Fahrzeugsegnung (Christophorus-Segnung). Mehr als 400 Pkws, 178 Motorräder, Motorroller und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nahmen daran teil. Eine unvorstellbar riesige Kolonne zog durch die Bröltalgemeinde von Schönenberg über Ruppichteroth durch das Saurenbachtal wieder zurück nach Schönenberg.

Die Autosegnung führte damals der katholisch Pastor Erich Strott durch. An Ökumene war damals noch nicht zu denken. An seiner Seite stand die heute noch existierende Christophorus-Statue, eine imposante Holzfigur (1,27 m hoch), die bei dem bekannten Oberstdorfer Holzschnitzer Wilhelm Math in Auftrag gegeben wurde.

Der Düsseldorfer Lebensmittelgroßhändler Wilhelm Lutter, der eine Dependance in Schönenberg auf dem heutigen Gelände der Fa. Blumen Eymold hatte, spendete die Figur dem Motorsportclub. Lutter selbst ist wohl durch seine Leidenschaft zur Jagd auf Schönenberg aufmerksam geworden. Schon vor, aber auch nach dem Krieg hatten finanzstarke Unternehmer aus der Rheinschiene ihre Jagdpachten im wildreichen Bröltal, so auch z.B. der Inhaber von Maddaus.

Lutter Lebensmittel gehörte mit zu den großen Arbeitgebern in der Region. Jeder kannte die tannengrünen VW Käfer – die Firmenwagenflotte – mit dem weißen Emblem „Lutter Lebensmittel“ auf den Autotüren. Der Käfer, ein zuverlässiges Auto, welches Wilhelm Lutter seinen Außendienstlern zu Verfügung stellte. Denn der Käfer rollte und rollte und rollte, verhalf ihm zu einem blühenden Geschäft. Für Schönenberg selbst war Lutter Lebensmittel ein absoluter Gewinn, es bedeutete Arbeitsplätze vor der Haustüre und einen großzügigen Unterstützer, wenn es den Vereinen an Kapital fehlte. Noch heute gibt es „Lutteraner“ in Schönenberg und Umgebung, Bürgerinnen und Bürger, die dort arbeiteten oder gar ihre Ausbildung absolvierten. Hier seien u.a. genannt: Gaby Fischer, Karl-Hubert Fischer, Otto Hohls, Bernd Ottersbach, Doris Oedekoven, Bärbel Niesel, Willi Otto, Paul Hänscheid, Gerti Hänscheid und viele mehr. In den 80er Jahre stellte der Adoptivsohn von Wilhelm Lutter den Betrieb in Schönenberg ein.

Christophorus StatueWas blieb ist die Christophorus-Statue, die Jahrzehnte das Wohnzimmer der verstorbenen Witwe von Dr. Helldobler (ehemaliger Vorsitzender und Gründer des MSC Schönenberg) schmückte. Das war für viele Schönenberger, die die Geschichte dieser Statue kannten und damit auch den rechtmäßigen Eigentümer, oftmals ein Dorn im Auge. Zahlreiche Versuche, die Statue wiederzugewinnen, blieben erfolglos. In ihrem Vermächtnis bestimmte Frau Helldobler, dass nach ihrem Tod die Christophorus-Statue im Rathaus der Gemeinde Ruppichteroth in Schönenberg aufgestellt werden sollte. Im Juristendeutsch hatte sie sich wohl den Besitz „ersessen“.

Heute befindet sich der Christophorus im Zimmer des Bürgermeisters Mario Loskill im Rathaus.

Im Andenken an das riesige Spektakel der Christophorus-Fahrten in den 1950er Jahren wurde die „Historische Rheinische Christophorus-Fahrt“ geboren. Heute als touristische Oldtimerausfahrt mit zweitägigem Event und als Herzstück traditionell die „Christophorus-Segnung“ durch den katholischen Pastor Nies und den evangelischen Pfarrer Neuhaus. Die Christophorus-Statue wird wie damals hervorgeholt und schmückt während der Segnung die Festbühne. Damit jeder ein „Stück Schutz“ mit nach Hause nehmen kann, wurde eine Medaille aufgelegt, die zu jeder Veranstaltung neu aufgelegt wird. Diese Medaille wurde während eines Gottesdiensten in der katholischen Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena gesegnet.

Nähere Informationen/ Hinweise auch unter: www.bilderbuch-ruppichteroth.de